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Weihnachten im Ohr

Weihnachten im Ohr
Weihnachten im Ohr
Anonim

Weihnachten hat seine Rituale, für mich ist das wichtigste davon das Vorlesen.

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Familien leisten einmal im Jahr gemeinsam etwas Außergewöhnliches, nämlich sie hören zu. In manchen Familien ist es das Festival of Lessons and Carols der BBC, bei dem die Leser Pflaumen und Engel anstimmen.

In anderen ist es Dickens’ A Christmas Carol oder Sedaris’ The SantaLand Diaries. Oder Truman Capotes A Christmas Memory.

Bei uns liest der walisische Alkoholiker Dylan Thomas A Child’s Christmas in Wales. Hör zu.

Wenn Dickens deinen Glauben erneuert und Sedaris dich zum Lachen bringt, bis dein Elfenanzug wehtut, und Capote Hoffnung in einem Obstkuchen einfängt, sticht Thomas immer noch hervor. Er ist ein Zauberer. Er wirft dir einen engen kleinen Eisball an den Kopf. Betäubt.

Obwohl ich die Figuren in diesem Prosagedicht kenne – die Onkel („Onkel gibt es immer“), die Katzen, die Feuerwehrleute, die Schneebälle – ist die Geschichte jedes Jahr so ​​frisch wie beim ersten Mal. Es zaubert den gleichen Zauber wie frisch geschnittene Fichte.

Thomas, der aus den berühmten Gedichten „Fern Hill“und „Don't Go Gentle Into That Good Night“stammt, ist so lyrisch und dramatisch – und ja, lustig – dass man sich nur wünschen kann, dass man sich an sie erinnert Weihnachten war mehr wie seins. Aber wenn du auf ihn hörst, kann es sein.

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