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Sexismus in den Regalen?

Sexismus in den Regalen?
Sexismus in den Regalen?
Anonim

YA-Autorin Rae Carson (deren Fire & Thorns-Trilogie übrigens fantastisch ist, lesen Sie sie einfach) hat kürzlich ein Foto getwittert, das sie von einigen potenziell sexistischen Bücherregalen gemacht hat, die sie im Urlaub gesehen hat.

Rae gab mir die Erlaubnis, das Foto hier erneut zu posten, und sie erzählte mir auch ein wenig von ihrer Erfahrung (der Buchladen soll namenlos bleiben, um potentielle Sexisten zu schützen).

Foto von Rae Carson

Foto von Rae Carson

Rae sagte (per E-Mail):

“Es war ein Antiquariat mit einer kleinen Auswahl an neuen Büchern. Antiquariatsläden würde ich als durchschnittlich groß bezeichnen – kleiner als ein Buchladen zum halben Preis, größer als ein Fachgeschäft. Der Eigentümer sagte, sie hätten „viel organisiert“und dass die Trennung von „Männern und Frauen“es „den Kunden erleichtert habe, ihre Lieblingsautoren zu finden“. Sie taten dies jedoch „nur für populäre Bücher“. Sci-Fi & Fantasy und YA und andere unpopuläre (?) Genres verbrüderten sich immer noch.“

Rae fährt fort:

„Es war sehr frustrierend, weil ich nach ein paar Urlaubslektüren gesucht habe, und ich wollte DURCHSUCHEN, DANGIT. Aber ich musste zwei separate Abschnitte durchsuchen. Ich verstehe nicht, wie es einfacher wird, Bücher zu finden, wenn man sie trennt – John Grisham beginnt immer noch mit einem G-R-I, egal in welcher Abteilung er sich befindet …”

Und hier ist der Clou:

"Der Besitzer war eine Frau."

Hmm. Meine eigene reflexartige Reaktion ist, dass dies in der Tat guter altmodischer „getrennter, aber gleicher“literarischer Sexismus ist (und leider wirklich nichts Neues). Ich persönlich suche Autoren nicht nach Geschlecht – ich genieße es, einfach in den Regalen zu stöbern und über neue Titel und Autoren zu stolpern. Indem sie die Männchen von den Weibchen trennen, verringern diese Buchhändler das Potenzial für Auffindbarkeit. Aber vielleicht ist ihnen das nicht unbedingt wichtig? Vielleicht wissen sie ja, dass ihre Stammkunden sowieso schnurstracks auf ihre Lieblingsautoren zusteuern? Es ist schwer zu sagen. (Es ist auch problematisch, dass Science-Fiction/Fantasy/YA-Fiction in diesem Geschäft als unbeliebt gilt, aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag.)

Also sag mal: was hältst DU von all dem? Handelt es sich um eine „Shelfgate“-Situation oder geht es nur darum, dass eine Buchhandlung im Interesse eines guten Kundenservice mal etwas „Anderses“probiert? Sag mir deine Gedanken in den Kommentaren.

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